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Tipps für Eltern für den Umgang mit ihren Kindern und Teenagern

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Schulangst nach den Ferien: Warnzeichen richtig erkennen auf mama-papa.net

Schulangst nach den Ferien: Warnzeichen richtig erkennen

Admin, 13. September 20262. August 2026

Nach mehreren freien Wochen fällt die Rückkehr in den Schulalltag vielen Kindern schwer. Das frühe Aufstehen ist ungewohnt, die Tage werden wieder stärker durch Termine bestimmt und vielleicht wartet gleich in der ersten Woche eine unangenehme Aufgabe. Ein wenig Unlust oder Nervosität vor dem Schulbeginn ist deshalb noch kein Grund zur Sorge. Manche Kinder beschweren sich am letzten Ferienabend, möchten länger wach bleiben oder erklären, dass sie überhaupt keine Lust auf Schule haben. Meist legt sich diese Stimmung, sobald die ersten Tage geschafft sind und vertraute Abläufe zurückkehren. Eltern sollten dennoch aufmerksam bleiben, wenn aus normaler Anspannung eine starke Angst wird, die das Kind über längere Zeit belastet und seinen Alltag deutlich einschränkt. Vorübergehende Stimmungsschwankungen gehören zur Entwicklung, während anhaltende Ängste, deutliche Verhaltensveränderungen und zunehmende Schwierigkeiten in Schule oder Alltag genauer betrachtet werden sollten.

Schulangst ist mehr als fehlende Motivation

Ein Kind, das nicht gern früh aufsteht oder lieber zu Hause spielt, hat nicht automatisch Schulangst. Auch Beschwerden über Unterricht, Hausaufgaben und Lehrkräfte gehören zum Familienalltag. Bei echter Angst geht es nicht nur darum, dass Schule anstrengend oder langweilig erscheint. Das Kind erlebt den bevorstehenden Schultag als Bedrohung. Es kann sich nicht einfach durch einen motivierenden Satz beruhigen und reagiert möglicherweise bereits am Vorabend mit großer Anspannung. Manche Kinder können ihre Angst genau benennen, während andere nur spüren, dass sie nicht in die Schule gehen möchten. Eltern sollten deshalb nicht vorschnell von Faulheit, Trotz oder Bequemlichkeit sprechen. Hinter einer scheinbaren Verweigerung kann ein Kind stehen, das selbst nicht versteht, warum der Schulweg plötzlich so schwer geworden ist.

Der Übergang aus den Ferien kann verborgene Probleme sichtbar machen

Während der Ferien geraten schulische Belastungen vorübergehend in den Hintergrund. Das Kind muss keinem Mitschüler begegnen, keine Leistungen zeigen und keine schwierige Unterrichtssituation aushalten. Dadurch kann es mehrere Wochen vergleichsweise entspannt wirken. Sobald das Ende der Ferien näher rückt, kehren die Sorgen zurück. Vielleicht gab es bereits vor der Pause Konflikte in der Klasse, Angst vor einer Lehrkraft oder Schwierigkeiten in einem bestimmten Fach. Manchmal hat das Kind gehofft, dass sich das Problem nach den Ferien von selbst erledigt. Die Rückkehr macht deutlich, dass die belastende Situation weiterhin besteht. Eltern sollten deshalb überlegen, ob es vor Ferienbeginn bereits Hinweise gab, die damals wie einzelne schlechte Tage wirkten.

Körperliche Beschwerden können ein erstes Warnzeichen sein

Schulangst zeigt sich nicht immer durch den Satz „Ich habe Angst“. Gerade jüngere Kinder berichten häufiger von Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder allgemeinem Unwohlsein. Die Beschwerden treten möglicherweise am Sonntagabend, an Schultagen oder vor bestimmten Unterrichtsstunden auf und bessern sich, sobald das Kind zu Hause bleiben darf. Das bedeutet nicht, dass es die Symptome absichtlich erfindet. Angst und starke innere Anspannung können sich körperlich bemerkbar machen. Auch Schlafprobleme, Müdigkeit und Schmerzen können im Zusammenhang mit psychischer Belastung auftreten. Trotzdem sollten wiederkehrende oder starke körperliche Beschwerden ärztlich abgeklärt werden, statt sie automatisch als seelisch bedingt einzuordnen.

Der Zeitpunkt der Beschwerden liefert wichtige Hinweise

Eltern können beobachten, wann die Beschwerden auftreten und wann sie verschwinden. Hat das Kind jeden Morgen Bauchweh, aber am Wochenende kaum Probleme? Beginnt die Angst immer vor dem Sportunterricht, einer Prüfung oder einem bestimmten Wochentag? Ist das Kind in den Ferien beschwerdefrei und wird kurz vor Schulbeginn wieder unruhig? Solche Muster können helfen, den Auslöser einzugrenzen. Dabei sollte das Kind nicht das Gefühl bekommen, heimlich überwacht zu werden. Ein gemeinsam geführter, einfacher Kalender kann nützlich sein. Dort werden Beschwerden, besondere Schultage und belastende Ereignisse notiert. Das ersetzt keine Untersuchung, erleichtert aber Gespräche mit der Schule, der Kinderarztpraxis oder einer Beratungsstelle.

Tränen und Wut können dieselbe Ursache haben

Nicht jedes ängstliche Kind wirkt still und verletzlich. Manche reagieren gereizt, provozieren ihre Eltern oder bekommen heftige Wutausbrüche, sobald das Thema Schule angesprochen wird. Sie werfen Schulsachen weg, weigern sich, den Rucksack zu packen, oder beginnen morgens wegen scheinbarer Kleinigkeiten zu streiten. Hinter dieser Wut kann Angst stecken, für die dem Kind die passenden Worte fehlen. Das erklärt das Verhalten, macht aber nicht jede Beschimpfung oder Aggression akzeptabel. Eltern können die Grenze deutlich halten und gleichzeitig versuchen, das Gefühl dahinter zu verstehen. Ein Satz wie „Ich sehe, dass dich der Schulstart sehr aufwühlt. Anschreien lassen wir trotzdem nicht zu“ verbindet Verständnis mit Orientierung.

Rückzug sollte nicht übersehen werden

Andere Kinder versuchen, ihre Belastung möglichst unauffällig zu tragen. Sie sprechen weniger, ziehen sich in ihr Zimmer zurück oder verlieren das Interesse an Dingen, die ihnen sonst Freude bereiten. Vielleicht möchten sie ihre Freunde nicht mehr sehen, schlafen ungewöhnlich viel oder wirken ständig erschöpft. Einzelne ruhige Tage sind noch kein Beweis für ein ernstes Problem. Wenn sich das Verhalten jedoch deutlich verändert, über längere Zeit anhält und mehrere Lebensbereiche betrifft, sollten Eltern genauer hinsehen. Anhaltende Ängste, gedrückte Stimmung, auffälliges Verhalten sowie Probleme in Schule und sozialem Umfeld können Gründe sein, professionelle Unterstützung einzubeziehen.

Schlechter Schlaf verstärkt die Belastung

Vor einem gefürchteten Schultag schlafen manche Kinder nur schwer ein. Sie denken darüber nach, was am nächsten Morgen passieren könnte, kontrollieren wiederholt den Wecker oder kommen mehrmals zu den Eltern. Andere wachen sehr früh auf oder berichten von Albträumen. Der Schlafmangel macht den folgenden Tag zusätzlich anstrengend. Das Kind kann sich schlechter konzentrieren, reagiert empfindlicher und erlebt normale Anforderungen schneller als überwältigend. Eltern können abends für einen ruhigen Ablauf sorgen und organisatorische Fragen frühzeitig klären. Der gepackte Rucksack, vorbereitete Kleidung und ein übersichtlicher Morgen reduzieren vermeidbaren Stress. Ein Einschlafritual allein löst jedoch keine Angst, deren Ursache in der Schule liegt.

Leistungsdruck ist nur eine mögliche Ursache

Schulangst wird häufig sofort mit schlechten Noten verbunden. Tatsächlich kann die Sorge vor Prüfungen, dem Sitzenbleiben oder den Erwartungen der Erwachsenen eine große Rolle spielen. Manche Kinder haben jedoch gute Leistungen und trotzdem Angst. Sie fürchten, einen Fehler zu machen, aufgerufen zu werden oder ihren bisherigen Erfolg nicht halten zu können. Besonders perfektionistische Kinder setzen sich oft stärker unter Druck, als ihre Eltern vermuten. Selbst ein beruhigender Satz wie „Du bekommst doch sowieso immer gute Noten“ kann dann wenig helfen. Er bestätigt möglicherweise sogar, dass gute Leistungen erwartet werden. Wichtiger ist die Botschaft, dass Fehler erlaubt sind und der Wert des Kindes nicht von einer Note abhängt.

Konflikte in der Klasse können verborgen bleiben

Ein Kind kann den Unterricht grundsätzlich bewältigen und trotzdem Angst vor der Schule haben, weil es sich in der Klasse unsicher fühlt. Vielleicht wird es ausgelacht, ausgeschlossen oder regelmäßig provoziert. Nicht jeder Konflikt ist sofort als Mobbing erkennbar. Manchmal wechseln sich freundliche und verletzende Situationen ab, sodass das Kind selbst nicht weiß, wie es die Beziehung beschreiben soll. Es kann auch befürchten, dass eine Meldung alles schlimmer macht. Eltern sollten nicht nur fragen, ob jemand das Kind ärgert. Konkretere, aber offene Fragen sind oft hilfreicher: Mit wem verbringt es die Pausen? Gibt es Situationen, in denen es lieber nicht allein sein möchte? Hat sich in einer Chatgruppe etwas verändert? Wer würde ihm helfen, wenn in der Klasse etwas passiert?

Auch Lehrkräfte können Teil des Problems sein

Kinder erleben Lehrkräfte sehr unterschiedlich. Eine strenge, laute oder unberechenbar wirkende Person kann starke Unsicherheit auslösen, auch wenn sie andere Schülerinnen und Schüler kaum belastet. Vielleicht fürchtet das Kind, vor der Klasse bloßgestellt zu werden, oder versteht nicht, was von ihm erwartet wird. Eltern sollten solche Aussagen nicht sofort abtun, aber auch keine Vorverurteilung aussprechen. Zunächst ist wichtig, möglichst genau zu verstehen, was passiert. Welche Worte wurden verwendet? Wann tritt die Angst auf? Gibt es Zeugen oder wiederkehrende Situationen? Ein sachliches Gespräch mit der Schule kann anschließend helfen, verschiedene Sichtweisen zusammenzuführen und konkrete Veränderungen zu vereinbaren.

Veränderungen im Schulalltag können Sicherheit nehmen

Nach den Ferien beginnt möglicherweise ein neues Schuljahr, eine andere Klasse oder der Unterricht bei unbekannten Lehrkräften. Auch ein Wechsel auf eine weiterführende Schule kann Kinder stark beschäftigen. Neue Gebäude, längere Wege und andere Anforderungen lassen vertraute Sicherheiten verschwinden. Manche Kinder freuen sich auf den Neuanfang und werden erst kurz vorher nervös. Andere sagen bereits Wochen zuvor, dass sie nicht hingehen möchten. Eltern können den Übergang erleichtern, indem sie Wege gemeinsam üben, wichtige Orte ansehen und organisatorische Fragen klären. Die Angst sollte dabei nicht durch dramatische Warnungen verstärkt werden. Ziel ist eine gute Vorbereitung, nicht die Botschaft, dass überall Gefahren lauern.

Fragen sollten Interesse und keinen Verhörcharakter haben

Ein besorgter Elternteil möchte möglichst schnell herausfinden, was los ist. Viele direkte Fragen hintereinander können ein Kind jedoch überfordern. „Hat dich jemand geärgert?“, „Ist die Lehrerin schuld?“ oder „Hast du Angst vor der Mathearbeit?“ geben bereits mögliche Antworten vor. Das Kind sagt vielleicht zu allem Nein, obwohl es tatsächlich belastet ist. Ein ruhiger Einstieg lässt mehr Raum. Eltern können beschreiben, was sie beobachten: „Mir ist aufgefallen, dass du seit einigen Tagen vor der Schule Bauchweh bekommst.“ Anschließend reicht zunächst eine offene Frage: „Was ist morgens gerade besonders schwer?“ Wenn das Kind nicht sprechen möchte, sollte die Tür offen bleiben, ohne dass das Thema vollständig verschwindet.

Der erste Gesprächsversuch muss nicht sofort erfolgreich sein

Kinder erzählen Belastendes häufig nicht in einem geplanten Gespräch am Tisch. Sie beginnen vielleicht später im Auto, beim Spazierengehen oder kurz vor dem Schlafengehen. Eltern sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass Schweigen bedeutet, es gebe kein Problem. Manchmal muss das Kind erst prüfen, wie die Erwachsenen reagieren. Wird jede kleine Information sofort bewertet oder mit zahlreichen Lösungsvorschlägen beantwortet, zieht es sich möglicherweise wieder zurück. Hilfreich ist zunächst ein ruhiges Zuhören. Eltern können zusammenfassen, was sie verstanden haben, und fragen, ob ihre Einschätzung stimmt. So erlebt das Kind, dass seine Sicht nicht sofort korrigiert wird.

Beschämung verstärkt die Angst

Sätze wie „Dafür bist du doch viel zu alt“, „Andere schaffen es schließlich auch“ oder „Du machst aus allem ein Drama“ sollen ein Kind manchmal wachrütteln. Tatsächlich vermitteln sie vor allem, dass seine Angst peinlich oder falsch ist. Das Kind muss dann nicht nur mit der Schule, sondern zusätzlich mit Scham umgehen. Auch Vergleiche mit Geschwistern oder Mitschülern helfen selten. Angst verschwindet nicht dadurch, dass jemand anderes weniger Angst hat. Eltern können klar sagen, dass der Schulbesuch wichtig ist, und gleichzeitig anerkennen, dass sich die Situation für das Kind schwer anfühlt. Ernst genommen zu werden bedeutet nicht, dass jede Vermeidung dauerhaft erlaubt wird.

Zu Hause bleiben bringt kurzfristige Erleichterung

Bleibt ein ängstliches Kind zu Hause, fällt die unmittelbare Belastung weg. Es entspannt sich vielleicht innerhalb kurzer Zeit und wirkt plötzlich wieder gesund. Für Eltern sieht es dann so aus, als sei die Entscheidung richtig gewesen. Kurzfristig kann eine Pause tatsächlich notwendig sein, etwa bei akuter Überforderung oder Krankheit. Wird das Zuhausebleiben jedoch zur einzigen Strategie, kann die Rückkehr immer schwieriger werden. Das Kind erlebt, dass Vermeidung die Angst sofort senkt, und fürchtet den nächsten Versuch umso stärker. Bei Angstbehandlungen wird daher häufig schrittweise daran gearbeitet, gefürchtete Situationen wieder bewältigbar zu machen, statt sie dauerhaft zu meiden. Wie ein solcher Weg aussehen soll, sollte bei starker oder anhaltender Belastung mit geeigneten Fachpersonen abgestimmt werden.

Druck allein löst das Problem ebenfalls nicht

Das andere Extrem besteht darin, das Kind ohne Vorbereitung und gegen massiven Widerstand in die Schule zu zwingen. Ein bestimmter Grad an Verbindlichkeit gehört zwar zum Schulalltag, doch starke Angst lässt sich nicht durch Härte beseitigen. Wird das Kind nur ins Gebäude gebracht, ohne die Ursache zu bearbeiten, kann die Belastung an anderer Stelle wieder auftauchen. Eltern benötigen deshalb eine doppelte Haltung: Sie nehmen die Angst ernst und halten zugleich daran fest, gemeinsam einen Weg zurück in den Schulalltag zu finden. Dafür können kleinere Schritte nötig sein, etwa ein Treffen mit einer vertrauten Lehrkraft, ein begleiteter Schulweg oder zunächst ein überschaubarer Teil des Unterrichts.

Schule und Eltern sollten möglichst zusammenarbeiten

Sobald die Angst wiederholt auftritt oder den Schulbesuch beeinträchtigt, ist ein frühes Gespräch mit der Schule sinnvoll. Eltern können ihre Beobachtungen beschreiben und fragen, was dort aufgefallen ist. Vielleicht wirkt das Kind im Unterricht unauffällig, verbringt die Pausen aber allein. Möglicherweise haben sich Leistungen verändert oder es gibt Konflikte, von denen zu Hause niemand wusste. Das Gespräch sollte nicht mit der Forderung beginnen, sofort einen Schuldigen zu benennen. Hilfreicher sind konkrete Fragen und überprüfbare Vereinbarungen. Wer begrüßt das Kind am Morgen? An wen darf es sich wenden? Wie werden versäumte Aufgaben nachgeholt, ohne einen zusätzlichen Berg aufzubauen? Wann wird gemeinsam überprüft, ob die Maßnahmen helfen?

Eine vertraute Person in der Schule kann Halt geben

Für ein ängstliches Kind kann es entscheidend sein, eine feste Ansprechperson zu kennen. Das muss nicht immer die Klassenleitung sein. Auch eine Schulsozialarbeiterin, ein Vertrauenslehrer oder eine andere bekannte Fachkraft kann Sicherheit vermitteln. Wichtig ist, dass das Kind weiß, wo es diese Person findet und was es in einer schwierigen Situation tun darf. Ein vereinbartes kurzes Gespräch am Morgen kann den Einstieg erleichtern. Die Unterstützung sollte jedoch nicht dazu führen, dass das Kind bei jeder kleinen Unsicherheit den Unterricht verlassen muss. Ziel ist, seine Bewältigungsmöglichkeiten schrittweise zu stärken.

Morgenroutinen sollten ruhig und vorhersehbar sein

Hektik verstärkt die Anspannung. Wenn morgens gleichzeitig Kleidung gesucht, das Frühstück diskutiert und ein verschwundenes Heft ersetzt werden muss, wird der Schulstart noch belastender. Vieles lässt sich am Vorabend vorbereiten. Der Wecker sollte genügend Zeit lassen, ohne dass das Kind eine Stunde auf den gefürchteten Aufbruch wartet. Lange Diskussionen an der Haustür helfen meist nicht. Besser ist ein kurzer, verlässlicher Ablauf, der vorher gemeinsam besprochen wurde. Eltern dürfen ruhig und zugewandt bleiben, auch wenn das Kind protestiert. Je dramatischer der Morgen wird, desto stärker kann sich das Gefühl festsetzen, dass der Schulweg tatsächlich eine außergewöhnliche Gefahr darstellt.

Kleine Schritte verdienen Anerkennung

Ein Kind mit Schulangst leistet möglicherweise etwas Großes, wenn es nur das Schulgebäude betritt oder eine gefürchtete Unterrichtsstunde aushält. Anerkennung sollte sich deshalb nicht ausschließlich auf Noten oder vollständige Anwesenheit beziehen. Eltern können benennen, welchen Schritt das Kind geschafft hat: Es hat trotz Bauchweh den Weg begonnen, einer Lehrkraft von seinem Problem erzählt oder eine schwierige Pause überstanden. Dabei geht es nicht um übertriebene Belohnungen. Eine sachliche, ehrliche Rückmeldung stärkt eher als ein großes Versprechen. Das Kind soll erfahren, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz Angst einen bewältigbaren Schritt zu gehen.

Entspannung hilft, ersetzt aber keine Ursachenklärung

Atemübungen, Bewegung, Musik oder ein ruhiges Abendritual können Anspannung reduzieren. Solche Strategien sind nützlich, wenn sie dem Kind helfen, seinen Körper besser zu beruhigen. Sie dürfen jedoch nicht zur einzigen Antwort werden, wenn in der Schule eine reale Belastung besteht. Ein Kind kann sich nicht dauerhaft aus einem Mobbingproblem herausatmen. Ebenso wenig löst eine Entspannungsübung eine nicht erkannte Lernschwierigkeit. Eltern sollten deshalb beides verfolgen: kurzfristige Hilfe beim Umgang mit Angst und eine ernsthafte Suche nach den Bedingungen, die sie auslösen oder verstärken.

Wann ärztlicher oder psychologischer Rat wichtig wird

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn die Angst über mehrere Wochen anhält, immer stärker wird oder den Schulbesuch regelmäßig verhindert. Auch häufige körperliche Beschwerden, anhaltende Schlafprobleme, deutlicher Rückzug, starke Verzweiflung oder ein Verlust früherer Interessen sollten ernst genommen werden. Erste Ansprechpartner können eine Kinderarztpraxis, die Schulpsychologie, eine Beratungsstelle oder eine kinder- und jugendpsychotherapeutische Praxis sein. Kinder- und Jugendpsychotherapie ist ausdrücklich für junge Menschen gedacht, deren anhaltende Ängste, gedrückte Stimmung, auffälliges Verhalten oder Probleme in Schule und sozialem Umfeld zu einer spürbaren Belastung werden.

Bei akuter Gefahr darf nicht abgewartet werden

Äußert ein Kind, nicht mehr leben zu wollen, verletzt es sich selbst oder wirkt es nicht mehr sicher, ist sofortige professionelle Hilfe erforderlich. Dasselbe gilt bei schweren Gewalterfahrungen, konkreten Bedrohungen oder einer akuten körperlichen Krise. Eltern sollten solche Aussagen niemals als bloße Übertreibung oder Versuch betrachten, die Schule zu vermeiden. In einer akuten Gefahrensituation muss umgehend medizinische Hilfe beziehungsweise der örtliche Notruf eingeschaltet werden. Das Kind sollte bis dahin nicht allein bleiben.

Eltern müssen nicht selbst die Diagnose stellen

Bauchschmerzen vor der Schule können viele Ursachen haben. Rückzug kann mit Angst, Erschöpfung, Konflikten oder einer ganz anderen Belastung zusammenhängen. Eltern müssen nicht entscheiden, welche Diagnose zutrifft. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, Veränderungen wahrzunehmen, dem Kind zuzuhören und passende Unterstützung zu organisieren. Eine vorschnelle Festlegung kann den Blick verengen. Wird jedes Problem sofort als Schulangst bezeichnet, bleiben möglicherweise körperliche Beschwerden oder andere seelische Belastungen unentdeckt. Umgekehrt sollten anhaltende Probleme nicht deshalb ignoriert werden, weil das Kind zwischendurch fröhlich wirkt.

Der Weg zurück kann Zeit brauchen

Schulangst verschwindet nicht immer nach einem einzigen Gespräch. Selbst wenn der Auslöser gefunden wurde, muss das Kind möglicherweise erst wieder Vertrauen aufbauen. Fortschritte verlaufen dabei selten geradlinig. Auf einen guten Tag kann ein schwieriger Morgen folgen. Eltern sollten solche Rückschritte nicht als Beweis betrachten, dass alle bisherigen Bemühungen vergeblich waren. Wichtig ist, gemeinsam mit Schule und Fachpersonen an einem verständlichen Plan festzuhalten und ihn bei Bedarf anzupassen. Kleine, wiederholte Erfahrungen von Sicherheit können langfristig mehr bewirken als eine einmalige große Anstrengung.

Ein Kind braucht Verständnis und Orientierung zugleich

Eltern müssen sich bei Schulangst nicht zwischen Mitgefühl und Konsequenz entscheiden. Beides gehört zusammen. Das Kind braucht Erwachsene, die glauben, dass seine Angst echt ist, und die ihm gleichzeitig zutrauen, schrittweise wieder handlungsfähig zu werden. Reine Härte kann die Beziehung beschädigen, während vollständige Vermeidung die Angst verfestigen kann. Eine hilfreiche Botschaft lautet deshalb: „Wir sehen, dass es dir schwerfällt. Du musst das nicht allein lösen, aber wir werden gemeinsam einen Weg finden.“ So bleibt Schule wichtig, ohne dass die Angst des Kindes klein geredet wird.

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Über mich

Mimi,15 und damit offiziell seit 2 Jahren Teenager

Hallo! Mein Name ist Mimi und ich möchte mit diesem Blog, Eltern helfen.

Viele Eltern wissen nicht, wie sie mit ihren Teenagern umgehen sollen. Da komme ich ins Spiel! Ich selbst bin ein Teenager und kann Eltern genau sagen, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollten. Natürlich ist jeder Mensch anders, aber es gibt ein paar Sachen, die so gut wie alle Teenager stören. Außerdem gebe ich Tipps, was man alles mit Kindern unternehmen könnte oder wie man sie gut glücklich bekommt und mehr Beziehung zu ihnen aufnehmen kann!

Ich hoffe, ich kann ein paar Eltern helfen näher an ihre Kinder zu kommen, denn ihnen Liebe zu schenken ist wichtig, auch wenn sie glauben, dass sie diese nicht brauchen! Wenn Kinder nicht genug Liebe bekommen, dann werden sie zu Tyrannen! Deswegen ist es wichtig, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit zu geben!

Viel Spaß beim Lesen meiner Artikel!

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